Informationen verständlich, digital und vor Ort zugänglich machen

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Eine funktionierende Kommune lebt davon, dass Entscheidungen nachvollziehbar sind und Informationen für alle erreichbar bereitstehen. Der Zugang zu Haushaltsdaten, Beschlüssen und Verwaltungsinformationen sollte deshalb sowohl digital als auch in nicht-digitaler Form gesichert sein.

Ein klar strukturierter Download-Bereich auf der städtischen Internetseite ermöglicht es Bürgerinnen und Bürgern, Haushaltspläne, Beschlüsse und weitere Dokumente vollständig einzusehen und bei Bedarf vertieft nachzulesen. Online veröffentlichte Sitzungsprotokolle sorgen zusätzlich dafür, dass politische Entscheidungen transparent und überprüfbar bleiben. Offene Beteiligungsportale können ergänzend dazu beitragen, Planungsprozesse frühzeitig zugänglich zu machen.

Gleichzeitig darf Information nicht ausschließlich digital gedacht werden. Nicht alle Bürgerinnen und Bürger nutzen regelmäßig Online-Angebote. Deshalb braucht es neben digitalen Plattformen auch verlässliche Offline-Angebote. Eine zentrale Telefon-Hotline oder eine einheitliche Behördenrufnummer stellt einen direkten Zugang zu Auskünften sicher.

Darüber hinaus sollten wichtige Informationen aktiv in die Haushalte gebracht werden. Kurze, übersichtliche Flyer in verständlicher Sprache und mit klaren Piktogrammen können erläutern, wo Haushaltsdaten, Beschlüsse und Beteiligungsmöglichkeiten zu finden sind. Diese Informationen sollten allen Haushalten zugestellt oder bestehenden Schreiben, etwa Gebührenbescheiden für Wasser und Abwasser, beigefügt werden. Nur so ist gewährleistet, dass wirklich jede Bürgerin und jeder Bürger erreicht wird – unabhängig von digitaler Affinität oder Internetzugang.

Transparenz bedeutet nicht nur Bereitstellung von Informationen, sondern auch deren aktive Vermittlung. Online- und Offline-Angebote müssen daher gleichwertig bestehen und klar kommuniziert werden.