FDP Hochheim kritisiert Aus für die Wallauer Spange – politisches Versagen von Bund und Land
Hochheim am Main – Die FDP Hochheim zeigt sich tief enttäuscht über das faktische Aus beziehungsweise die Aussetzung des Bahnprojekts Wallauer Spange. Entgegen früheren Zusagen stehen für das Vorhaben derzeit keine gesicherten Bundesmittel zur Verfügung. Damit droht ein zentrales Infrastrukturprojekt für den gesamten Rhein-Main-Raum auf unbestimmte Zeit zu scheitern.
„Für Hochheim und Massenheim ist das ein herber Rückschlag“, erklärt der Ortsverbandsvorsitzende der FDP Hochheim, Constantin Cattepoel. „Der geplante Bahnhaltepunkt und die direkte Anbindung an die Schnellfahrstrecke hätten unseren öffentlichen Nahverkehr grundlegend verbessern können. Stattdessen erleben wir, wie große Versprechen von CDU und SPD in Berlin und Wiesbaden folgenlos bleiben.“

Die Wallauer Spange sollte Wiesbaden an die Schnellfahrstrecke Richtung Frankfurt-Flughafen anbinden und zugleich neue Perspektiven für den regionalen Nahverkehr mit dem Haltepunkt Wallau-Massenheim eröffnen. Davon hätten auch Hochheim und insbesondere der Stadtteil Massenheim erheblich profitiert.
„Dieses Projekt wäre ein wichtiger Baustein für eine moderne und nachhaltige Mobilität gewesen“, so Cattepoel weiter. „Gerade für Pendlerinnen und Pendler aus unserer Region hätte sich der ÖPNV völlig neu ausrichten und deutlich attraktiver gestalten lassen.“
Die FDP Hochheim macht sowohl die Bundesregierung als auch die hessische Landesregierung aus CDU und SPD für die aktuelle Entwicklung verantwortlich.
„Die Verantwortung liegt eindeutig bei Bund und Land: CDU und SPD haben dieses Projekt politisch verschleppt und lassen nun eine ganze Region im Stich“, kritisiert Cattepoel.
Zugleich richtet die FDP Hochheim einen klaren Appell an die Stadtpolitik.
„Wenn die Wallauer Spange auf unbestimmte Zeit ausfällt, dürfen die dafür vorgesehenen Hochheimer Mittel nicht einfach in der Schublade verschwinden“, fordert Cattepoel. „Die Stadt muss dieses Geld konsequent weiter in moderne Mobilität investieren – etwa in zusätzliche On-Demand-Verkehre oder in den dringend notwendigen Ausbau der Ladeinfrastruktur für E-Autos.“
Auch bestehende Infrastruktur müsse endlich verbessert werden. „Wir haben als Ortsverband mehrfach vorgeschlagen, das Parkhaus Malzfabrik funktional und technisch zu verbessern. Solche Projekte liegen auf dem Tisch und warten seit Jahren auf Umsetzung“, so Cattepoel. „Wer den Menschen glaubwürdig eine Verkehrswende versprechen will, muss jetzt vor Ort handeln – sichtbar, konkret und ohne weitere Verzögerungen.“
